Es ist ein weit verbreiteter Gedanke, dass der Border Collie leicht zu erziehen ist. Dies stimmt nur teilweise. Sicherlich, seine Intelligenz und Arbeitseifer lassen ihn sehr schnell lernen - doch er lernt auch unerwünschtes Verhalten sehr schnell. Und oft wird auch der Fehler gemacht, dass der Hund zu viel zu schnell lernt. Dadurch wird das Erlernte kaum gefestigt, der Hund wird dadurch verwirrt und entwickelt unter Umständen Ersatzhandlungen. Durch falsche Erziehung kann man auch durchaus einen Border Collie zu einem hochgedrehten Nervenbündel erziehen.

Die erste, schwierigste, aber auch wichtigste Lektion, die ein Border Collie lernen muss ist, Pause zu machen. Also Phasen, wo der Hund sich vom "Lebensstress" erholen kann. Das ist nicht für jeden jungen Border Collie eine Selbstverständlichkeit. Doch nur wenn der Hund die Möglichkeit hat, sich zu sammeln, Stress abzubauen und Erlerntes zu verarbeiten, ist er dazu in der Lage, Neues zu lernen und volle Leistung und Konzentration anzubieten.
Was man seinem Border Collie beibringt, ist Jedem natürlich selbst überlassen. Die Umwelt und was man mit seinem Hund erreichen möchte bestimmen, was der Hund können muss/sollte.
Um einen Border Collie zu erziehen braucht man keine übertriebene Härte. Doch mit Samthandschuhen sollte man ihn auch nicht behandeln. Konsequentes Handeln ist das A und O - egal was man dem Hund beibringen möchte. Jeder Hund testet seine Grenzen, diese sollten immer klar gesteckt sein. Wenn der Hund etwas richtig macht, sollte ihm das auch gezeigt werden! Kurzum, ein Border Collie will fair behandelt werden, "Strafe" gerecht erhalten und ausgiebiger Lob für erwünschtes Verhalten.